Startseite
  Archiv
  Fotos - Woche 1
  Fotos - Woche 2
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
    carmen1989
    - mehr Freunde



Webnews



http://myblog.de/arthur.in.suedamerika

Gratis bloggen bei
myblog.de





Choquequirao

Hola amigos,

habe 5 Tage in einzigartigen Landschaften hinter mir, aber eine verdammt harte Expedition mit 4 Naechtigungen im Zelt ("en la CARPA", wie man hier sagt). Nach zweieinhalb Wartestunden ist der Bus ueberraschenderweise puenktlich um 9:30 abgefahren - 4 Stunden bis zu einer Haltestelle, an der die Strasse nach Cachora (sprich "Katschora" abzweigt. Dort hat Fabian eine Art "Taxi" angeheuert, das uns 20 Min. spaeter in Cachora (auf gut 3000m Seehoehe) beim Mauleselvermieter "Mauro" abgesetzt hat. Dieser hat uns von einem Start am gleichen Tag wegen starken Nebels in den Bergen abgeraten. Also haben wir bei ihm zu Abend gegessen. Agosto hat fuer uns gekocht, ganz gut; er sollte uns auch auf der Tour als Koch begleiten. Dann haben wir bei Mauro uebernachtet. Ich habe im Zelt in seinem Garten geschlafen.

Wir hatten Fruehstueck um 6:30 und Abmarsch um 7:30 vereinbart. Tatsaechlich hat das auch geklappt, nur Fabian war nicht zu erblicken. Auf meine Nachfrage sagte mir Mauro, dieser sei wieder nach Cuzco zurueckgefahren. Da hatte ich wohl am Vorabend etwas falsch verstanden. Aber "de nada", macht auch nix. Bin ich eben mit Agosto (19 Jahre) und dem "Mula", das unsere Lebensmittel, Kochausruestung mit Gasflasche, Zelt und Vorraete geschleppt hat, losgezogen. Die ersten 11 von 32 km gemaechlich ansteigend auf ca. 3700 m. Dann waren wir an einem Pass angelangt, ab dem es anders auf und ab ging: naemlich zuerst steil hinunter zum Fluss ("Playa Rosalina" auf 1570 m, auf der anderen Seite der Bruecke wieder, noch steiler, hinauf auf 3100, also in Summe etwa 3500 m Hoehendiffernz auf dem Hinweg, dasselbe am 4. und 5. Tag retour. 24 von 32 km haben wir am Tag 2 gemacht, das waren ca. 3000 Hoehenmeter, bis zum Lager in Santa Rosa. Am 3. Tag stieg ich dann die restlichen 400 Hoehenmeter allein auf; Agosto zog es vor, im Lager auf mich zu warten, er kannte Choquequirao nach 4 Jahren Tourbegleitung zur Genuege. Ich wunderte mich schon auf dem Weg, dass mir nur selten (in Abstaenden von 15 bis 30 Min.) ein Mensch begegnete. Als ich oben ankam war das Ruinendorf echt ausgestorben - ich war um geschaetzt 11 Uhr voellig allein da oben. Etwa 15 Min. spaeter ist "Jose", ein Spanier aus der Naehe zum Baskenland, aus der Riocha-Gegend, mit seinem Fuehrer nachgekommen. Wir hatten die beiden unterwegs einige Male getroffen. Da waren wir zu dritt im Dorf auf 3100m. Auch in den naechsten 3 Stunden Aufenthalt habe ich nur aus einigen hundert Meter Entfernung 3 Leute gesehen in dieser faszinierenden "Canyon-Landschaft". Und dann ist da noch ein Condor ueber uns gekreist. Wir haben dann 400 m tiefer in MARAMPATA genaechtigt. Am Tag 4 ging es wieder hinunter auf 1570 und hinauf auf etwa 1750. Ein Nachmittag zum Ausruhen fuer den naechsten Tag und Naechtigung an einem schoenen Platz in der Wildnis. Fuer den Tag 5 blieben uns noch 2000 m Aufstieg (11 km) und ca. 600 m flacher Abstieg (10 km). Da sind wir sehr frueh aus dem Schlafsack, Fruehstueck im Dunkel mit einer Kerze (Omlett und Brot und Kaese und Marmelade/Butter). Um ca. 5 Uhr Aufbruch. Agosto hatte keine Uhr und mein Handy war inzwischen auch so leer, dass ich nicht einmal den Code eingeben konnte. Aber der Akku hat mich ueberrascht, dass er bis zum 5. Tag durchgehalten hat  fuer ca. 300 Fotos; und ich hatte versehentlich ueberwiegend "Videoclips" statt Fotos gemacht.

Bei Mauro in Cachora angekommen, war ich gespannt, wie die Rueckfahrt organisiert war. Einmalig: gegenueber von Mauros Haus stand gerade ein Gelaendewagen fuer Krankentransporte, den hat er kurzerhand gegen ein Trinkgeld ueberredet, dass er mich bis zur Bushaltestelle mitnimmt - neben einer jungen Frau, die an eine Flasche angehaengt war, auf der einen Seite, und einem alten Mann mit einer Augenverletzung auf der anderen Seite. Und wie ein Wunder haben die mich 3 Minuten vor der Bus kam an der Haltestelle abgesetzt. Die 15 Soles fuer den Bus hatte mit Mauro vorgestreckt - er wuerde dann mit Fabian, bei dem ich die Expedition gebucht hatte, abrechnen. Dann gings per Bus wieder 4 Stunden zurueck nach Cuzco. Zuerst in eine Apotheke, da mich die letzten 4 Tage die Muecken verstochen hatten. Dann erst ins Zimmer und unter die Dusche. Und dann ziemlich erschoepft: buenos nochas.

4.3.07 01:11


Tagesausflug mit Ausritt

Meinen zweiten Samstag in Peru, den Tag nach der 5-Tages-Expedition, habe ich gemuetlicher verbracht. Mit dem Taxi 6 km zum "Christo blanco", der grossen weissen Christusstatue oberhalb von Cuzco, von dort ein Spaziergang, halbe Stunde nach Quenqo, das ich schon von meinem ersten Besuch 2005 kannte, aber wiedersehen wollte, um Energie aufzutanken. Dort lies ich zu einem zweistuendigen Ausritt nach Puca Pucara und Tambomachay ("Tambomatschei" ueberreden, um dann am Nachmittag wieder nach Cuzco zurueckzukehren, auf ein Bier und zum Abendessen. Ein angenehmer Erholungstag.

Gruss Arthur

Tambomachay:

Quenqo:

4.3.07 01:24


Stadtbummel

Heute hab ich einfach nur einen Stadtbummel in Cuzco gemacht, Museen mit meiner Touristenkarte angeschaut, neue Fruchtsaefte probiert (super!), ein richtiger Urlaubstag zum Erholen,

tschuess

6.3.07 01:32


Tipon am Di 6.3.07

Am Vormittag hab ich wieder fuer mich neue Stadtteile zu Fuss erkundet.

Mittags bin ich dann mit einem Taxi nach TIPON (3400 m ueber Meereshoehe, also 100 m hoeher als Cuzco) gefahren, ca. 20 km zu 21 Soles = 5 Euro einfach. Der Eintritt fuer die dortige Anlage war auch in meiner 10-Tages-Touristenkarte zu 70 Soles (18 Euro) inkludiert. Unterwegs habe ich mich mir Grillfleisch mit Roestkartoffeln, Mais, Zwiebeln, frischer Zitronenmelisse und pikanter gruener Sosse gegoennt.

Die Ruinen von Tipon sind anders als alle jene, die ich zuvor gesehen habe. Terassen mit viel groesseren Ebenen zwischen den einzelnen Stufen, aktive Wasserleitungen mit huebschen kleinen Wasserfaellen, eine ganz tolle gebirgige Umgebung mit netten Doerfern in den Taelern. Auf den letzten 200 m der Besichtung begann es zu troepfeln und puenktlich nach dem Einsteigen ins Taxi, das mich vereinbarungsgemaess wieder abgeholt hat, kam dann der Regenguss, der scheinbar brav zugewartet hat, bis ich unterm Dach war. Es war wieder ein Tag mit vielen schoenen Eindruecken.


-> meine Fotos
7.3.07 15:54


Picipillaqta

Gestern, Do, habe ich mir die Ruinen von PICIPILLAQTA angeschaut.

Um 8 mit dem Taxi zum Busbahnhof. Abfahrt 8:30, Buspreis 2 Soles  = 50 Cent fuer ca. 25 km von Cuzco ueber San Jeronimo, Saylla, Huaso, Nuevo Huaso, Tipon nach Huarcapay. Von dort mit dem Taxi (5 Soles) direkt zu den Ruinen mit einer tollen Pflanzenvielfalt, mit Blick auf eine wunderschoene Lagune und wieder andersartig gestalteten Mauern. Steine nur aufeinandergeschlichtet und der Grossteil umgeben von einer Art doppelten Stadtmauer mit Gehweg innerhalb der beiden Waende und immer wieder Nischen und Durchgaengen nach innen. Ca 2 Stunden Besichtung, fast menschenleer. Dann Spaziergang zurueck nach Huancarpay (2 km). An der Bushaltestelle stand schon der Bus, ich bin eingestiegen und erst sofort abgefahren (ohne dass ich einen Fahrplan hatte - gibt es sowieso nicht). Um Punkt 12 war ich wieder in Cuzco, gerade recht zum Mittagessen in einem einfachen Restaurant neben dem Busbahnhof. 1/4 Grillhuhn mit Chips (grosse Pommes frites) und pikanter Sosse. Preis fuer Huhn 6,5 plus 1 Bier, gewoehnliche Flasche = 0,62 l), zu 6,2, gesamt also 12,7 Soles = 4,2 Euro.

Am Nachmittag hat es geregnet; bin unter die Dusche und zum relaxen aufs Bett.  Am Abend in der Pizzeria MARENGO (die sagen hier "Pixeria" und "Pixa" eine gute Pizza verspeist, dazu Papayasaft und zur Verdauungshilfe einen "Pisco sour".

-> Fotos
9.3.07 15:45


Fahrt nach Lima

Die Busfahrt von Cuzco nach Lima hat doch nicht ganz so lange gedauert wie erwartet - nur 22 statt 25 Stunden. Um 16 Uhr ging es in einem modernen klimatisierten, mit Videorecorder und WC (nur fuer "kleines Geschaeft") ausgestatteten Bus der Gesellschaft CRUZ DEL SUR (Kreuz des Suedens) ziemlich puenktlich los; ebenso puenklich hat es zu regnen begonnen und und ist daher auch bald dunkel geworden - nicht fuer Fotos geeignet. Um halb acht wurde dann ein warmes Abendessen serviert auf Klapptischen wie im Flugzeug. Nach dem Abendfilm hab ich dann (nicht besonders gut auf teilweise sehr holprigen Strassen) bis kurz vor Sonnenaufgang geschlafen. Das Panorama in den Bergen hat uns dann fuer das truebe Abendwetter voll entschaedigt. Die Route ueber das Andengebirge war ein erstklassiger Genuss von ueber 3000 m ueber dem Meer bis an die Pazifikkueste. Um ca. halb acht gabs dann Fruehstueck, das, wie das Abendessen im Fahrpreis von 100 Soles (20 Euro) inbegriffen war. Kurz danach wurde in Nazca (beruehmt fuer die Nazca-Linien, grosse Steinmosaike von Tierdarstellungen mit Ausdehnungen von 100 bis 180 m, die nur vom Flugzeug aus erkennbar sind) ein 15-Minuten Klopause beim Miniflugplatz fuer Kleinflugzeuge eingeschaltet. Danach gings wieder Nonstop weiter bis zur Ankunft in Zentrumsnaehe von Lima um 14 Uhr. Vom Busterminal bin ich dann mit dem Taxi zum Hotel San Augustin gefahren, das ich 2 Tage zuvor uebers Internet gebucht hatte. Mein anschliessender Spaziergang in Richtung Zentrum fuehrte mich zuerst zum 5 Minuten vom Hotel entfernter Plaza San Martin (Martinsplatz) und als haette ich´s gerochen, ist von diesem Platz der "Mirabus", ein bei den Dachsitzen offener Aussichtsbus abgefahren, in dem die bekanntesten Sehenswuerdigkeiten des Zentrums vorgestellt wurden (in spanisch). Einiges davon war mir schon von meinem Erstbesuch 2005 bekannt. Mit einem Abendspaziergang zum Hauptplatz mit Kathedrale und Regierungsgebaeude und gemuetlichem Abendessen hab ich diesen Nachmittag noch gut nuetzen koennen. Am Folgetag (Mittwoch) bummeln durch weitere Stadtteile und Auskundschaften von Bademoeglichkeiten. Am Donnerstag Badetag in Chorrillos, ca. 1,5 Busstunden vom Zentrum entfernt.
19.3.07 02:26


Lima Badetage

Der zweite Badetag fuehrte mich aufgrund einer Empfehlung nach ASIA, suedlich von Lima. Ich stieg in den angegebenen Bus bis zum Paseo COLON. Dort musste ich umsteigen in den Bus auf die Panamerikaroute. Beim Preis von 6 Soles (1,5 Euro) dachte ich mir, das kann nicht weit sein. Falsch gedacht - der Strand von Asia liegt 97,5 km von Lima entfernt. Warum er als besonders huebsch beschrieben wird, weiss ich nicht. Zu kaufen gab es am Sandstrand Eis und Waffeln dazu - sonst nichts, nicht einmal Wasser, aber das hatte ich vorsorglich dabei. Die Wellen haben mir wie immer viel Spass gemacht - der Sonnenbrand hat sich dank bedecktem Himmel in Grenzen gehalten. Dann ein gutes Essen in einem einfachen Restaurant und nach einer Stunde Wartezeit an der Haltestelle wieder zweieinhalb Stunden mit dem Bus zurueck. Ungefaehr 7 Busse fuhren ohne mich weiter, da von der langen Schlange an der Haltestelle immer nur 2 bis 5 Personen in die jeweils gut besetzten Busse zusteigen durften. Stehplaetze gibt es dort nicht- wenn die Sitzplaetze belegt sind, duerfen sie niemanden mehr aufnehmen.

23.3.07 02:15


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung