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Choquequirao

Hola amigos,

habe 5 Tage in einzigartigen Landschaften hinter mir, aber eine verdammt harte Expedition mit 4 Naechtigungen im Zelt ("en la CARPA", wie man hier sagt). Nach zweieinhalb Wartestunden ist der Bus ueberraschenderweise puenktlich um 9:30 abgefahren - 4 Stunden bis zu einer Haltestelle, an der die Strasse nach Cachora (sprich "Katschora" abzweigt. Dort hat Fabian eine Art "Taxi" angeheuert, das uns 20 Min. spaeter in Cachora (auf gut 3000m Seehoehe) beim Mauleselvermieter "Mauro" abgesetzt hat. Dieser hat uns von einem Start am gleichen Tag wegen starken Nebels in den Bergen abgeraten. Also haben wir bei ihm zu Abend gegessen. Agosto hat fuer uns gekocht, ganz gut; er sollte uns auch auf der Tour als Koch begleiten. Dann haben wir bei Mauro uebernachtet. Ich habe im Zelt in seinem Garten geschlafen.

Wir hatten Fruehstueck um 6:30 und Abmarsch um 7:30 vereinbart. Tatsaechlich hat das auch geklappt, nur Fabian war nicht zu erblicken. Auf meine Nachfrage sagte mir Mauro, dieser sei wieder nach Cuzco zurueckgefahren. Da hatte ich wohl am Vorabend etwas falsch verstanden. Aber "de nada", macht auch nix. Bin ich eben mit Agosto (19 Jahre) und dem "Mula", das unsere Lebensmittel, Kochausruestung mit Gasflasche, Zelt und Vorraete geschleppt hat, losgezogen. Die ersten 11 von 32 km gemaechlich ansteigend auf ca. 3700 m. Dann waren wir an einem Pass angelangt, ab dem es anders auf und ab ging: naemlich zuerst steil hinunter zum Fluss ("Playa Rosalina" auf 1570 m, auf der anderen Seite der Bruecke wieder, noch steiler, hinauf auf 3100, also in Summe etwa 3500 m Hoehendiffernz auf dem Hinweg, dasselbe am 4. und 5. Tag retour. 24 von 32 km haben wir am Tag 2 gemacht, das waren ca. 3000 Hoehenmeter, bis zum Lager in Santa Rosa. Am 3. Tag stieg ich dann die restlichen 400 Hoehenmeter allein auf; Agosto zog es vor, im Lager auf mich zu warten, er kannte Choquequirao nach 4 Jahren Tourbegleitung zur Genuege. Ich wunderte mich schon auf dem Weg, dass mir nur selten (in Abstaenden von 15 bis 30 Min.) ein Mensch begegnete. Als ich oben ankam war das Ruinendorf echt ausgestorben - ich war um geschaetzt 11 Uhr voellig allein da oben. Etwa 15 Min. spaeter ist "Jose", ein Spanier aus der Naehe zum Baskenland, aus der Riocha-Gegend, mit seinem Fuehrer nachgekommen. Wir hatten die beiden unterwegs einige Male getroffen. Da waren wir zu dritt im Dorf auf 3100m. Auch in den naechsten 3 Stunden Aufenthalt habe ich nur aus einigen hundert Meter Entfernung 3 Leute gesehen in dieser faszinierenden "Canyon-Landschaft". Und dann ist da noch ein Condor ueber uns gekreist. Wir haben dann 400 m tiefer in MARAMPATA genaechtigt. Am Tag 4 ging es wieder hinunter auf 1570 und hinauf auf etwa 1750. Ein Nachmittag zum Ausruhen fuer den naechsten Tag und Naechtigung an einem schoenen Platz in der Wildnis. Fuer den Tag 5 blieben uns noch 2000 m Aufstieg (11 km) und ca. 600 m flacher Abstieg (10 km). Da sind wir sehr frueh aus dem Schlafsack, Fruehstueck im Dunkel mit einer Kerze (Omlett und Brot und Kaese und Marmelade/Butter). Um ca. 5 Uhr Aufbruch. Agosto hatte keine Uhr und mein Handy war inzwischen auch so leer, dass ich nicht einmal den Code eingeben konnte. Aber der Akku hat mich ueberrascht, dass er bis zum 5. Tag durchgehalten hat  fuer ca. 300 Fotos; und ich hatte versehentlich ueberwiegend "Videoclips" statt Fotos gemacht.

Bei Mauro in Cachora angekommen, war ich gespannt, wie die Rueckfahrt organisiert war. Einmalig: gegenueber von Mauros Haus stand gerade ein Gelaendewagen fuer Krankentransporte, den hat er kurzerhand gegen ein Trinkgeld ueberredet, dass er mich bis zur Bushaltestelle mitnimmt - neben einer jungen Frau, die an eine Flasche angehaengt war, auf der einen Seite, und einem alten Mann mit einer Augenverletzung auf der anderen Seite. Und wie ein Wunder haben die mich 3 Minuten vor der Bus kam an der Haltestelle abgesetzt. Die 15 Soles fuer den Bus hatte mit Mauro vorgestreckt - er wuerde dann mit Fabian, bei dem ich die Expedition gebucht hatte, abrechnen. Dann gings per Bus wieder 4 Stunden zurueck nach Cuzco. Zuerst in eine Apotheke, da mich die letzten 4 Tage die Muecken verstochen hatten. Dann erst ins Zimmer und unter die Dusche. Und dann ziemlich erschoepft: buenos nochas.

4.3.07 01:11
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Carmen / Website (4.3.07 10:00)
Oh na du und die Digi-Cam... Videos statt Fotos. Bessa ufpassa dass oben da Schalter richtig istellsch ;D

>>Da hatte ich wohl am Vorabend etwas falsch verstanden. Aber "de nada"<<
Du bisch oana *gg*

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